Am 24. November 2025  haben die Freien Wähler Kaufbeuren im Gasthof Engel in Oberbeuren ihre Stadtratskandidatinnen und -kandidaten für die Kommunalwahl am 8. März 2026 nominiert. Die Wahlleitung hatte Stadtrat Peter Kempf übernommen.

Nach der Begrüßung durch MdL Bernhard Pohl, dem Vorsitzenden der Freien Wähler Kaufbeuren und der FW Stadtratsfraktion, hatten die Kandidatinnen und Kandidaten Gelegenheit, sich kurz vorzustellen. Die Liste wurde anschließend einstimmig dem Vorschlag entsprechend angenommen. 

Die Liste enthält zu den 40 Kandidaten auch 2 Ersatzkandidaten/Nachrücker - insgesamt lauter hoch motivierte, engagierte Menschen aller Altersklassen (über ein Viertel davon unter 40 Jahren), aus allen Ortsteilen Kaufbeurens und mit einer vielfältigen beruflichen Bandbreite, die sich für Kaufbeuren einsetzen wollen. Angeführt wird die Liste von dem Landtagsabgeordneten Bernhard Pohl sowie den übrigen amtierenden Stadträten. Dazu kommt eine Reihe von neuen Köpfen. Sie alle sind mehr als bereit, sowohl ihre Kompetenz und Erfahrung als auch neue Ideen und Impulse zum Wohl der Stadt einzubringen. 

Die Freien Wähler sind überzeugt, dass ihre Arbeit der letzten sechs Jahre im Stadtrat die Stadt voran gebracht hat. Unter anderen seien hier folgende von den Freien Wählern eingebrachte und umgesetzte Anträge genannt: Kostenfreies Parken am Samstag im Parkhaus Kunsthaus mit dem Ziel, die Attraktivität Kaufbeurens als Einkaufsstadt zu steigern, sowie das Anbringen der Wappen am Gablonzer Haus. Dazu kommen Initiativen zur Realisierung des B12 Ausbaus, zur Sicherung und Weiterentwicklung des Bundeswehrstandorts, zur Ansiedlung zukunftsträchtiger Unternehmen, zur Intensivierung des Wohnungsbaus in KF. Die Schaffung bezahlbaren Wohnraums in einer wachsenden Stadt ist eines der Kernanliegen der Freien Wähler. Und natürlich haben die Freien Wähler ihre Kompetenz bei der notwendigen Haushaltskonsolidierung in schwierigen Zeiten eingebracht. Ein großer Vorteil für die Stadt ist der Einfluss im Landtag durch Bernhard Pohl. „Mir ist es gelungen, gemeinsam mit Oberbürgermeister Stefan Bosse Stabilisierungshilfen des Freistaats Bayern in Höhe von insgesamt 4,5 Millionen Euro für Kaufbeuren an Land zu ziehen", stellt er fest. 

Mit ihrer Liste unterbreiten die Freien Wähler den Bürgerinnen und Bürgern Kaufbeurens nun einen guten Vorschlag auch für die Zukunft. 

Das ist die Liste der Freien Wähler Kaufbeuren für die Stadtratswahl 2026:

1. Bernhard Pohl, MdL, Rechtsanwalt, Stadtrat

2. Peter KempfLeitender Oberstudiendirektor a.D., Stadtrat

3. Dr. Ulrike Höhne-WachterApothekerin, Stadträtin

4. Charly EichingerPolizeibeamter i.R., Stadtrat

5. Volker KollmederMaschineneinsteller, Reiseverkehrskaufmann

6. Daniel OppolzerFahrlehrer

7. Michael MartinGastronom, Hotelbetriebswirt, Stadtrat

8. Jons MenzelSelbstständiger Kaufmann

9. Uli WiedemannKonditormeister

10. Alexander FolterLeiter der Intralogistik (Umformtechnik)

11. Florian Horendwissenschaftlicher Mitarbeiter Abgeordnetenbüro

12. René WestermayrUnternehmer

13. Ulrike LandgrafLehrerin, Qualifizierte Beratungslehrerin

14. Eva BreyWirtschaftsinformatikerin, EDV und DaF/DaZ-Lehrkraft

15. Annette KohlbauerErzieherin

16. Ingrid ZascheIT-Angestellte i. R., Journalistin

17. Felix MartinPhotovoltaik Fachberater

18. Stefanie HolyBankbetriebswirtin; Gesundheitspraktikerin

19. Christian SchelbVersicherungskaufmann

20. Eva FolterProjektmanagement

21. Fabio FohryZerspannungsmechaniker,

22. Thorsten KrügerPhysiotherapeut

23. Christian KönigspergerDiplom Kaufmann (univ.), international tätig

24. Dr. Tobias LangerLandwirtschaftsdirektor, Molkereiwirtschaft KE

25. Alex FuchsFirmenberater Sparkasse

26. Michael SauterStudent

27. Gracia SchwierenUnternehmerin Personenbeförderung

28. Sebastian KönigspergerStudent

29. Argyrios GkizdimidisGastronom

30. Wolfgang HawelDiplomsozialpädagoge

31. Kristina Svetlov, Chief Marketing Officer

32. Lisa SchmidleGastronomin,

33. Jürgen MichelKaufmann

34. Gregor ZascheDiplombraumeister

35. Lino PanuccioImmobilien Projektentwicklung

36. Brigitte AllgayerKrankenschwester

37. Inge Fehrmann, Friseurmeisterin und Mitglied des Berufsschul-Lehrerverbandes i.R.,

38. Ralf WachterFinanzberater / Versicherungsmakler

39. Richard DrexlOberst a.D. / Autor

40. Dr. Roland ZascheArzt i.R.

Nun haben auch die Freien Wähler Nägel mit Köpfen gemacht und Stefan Bosse einstimmig zu ihrem Kandidaten für die Oberbürgermeisterwahl am 8. März 2026 nominiert. Bosse geht damit als gemeinsamer Kandidat von Freien Wählern und CSU ins Rennen. 

Den Grundstein für die Zusammenarbeit haben Freie Wähler und CSU bereits im März gelegt. Nach einer Reihe von Vorgesprächen haben beide Gruppierungen im Juli verkündet, in der kommenden Stadtratsperiode eine Zusammenarbeit anzustreben und gemeinsam für eine Wiederwahl des amtierenden Oberbürgermeisters Stefan Bosse zu kämpfen. Bei der Veranstaltung in Oberbeuren sollte nun die Absichtserklärung auch formell von den anwesenden Mitgliedern bestätigt werden. 

Bereits die Grußworte zur Nominierungsversammlung atmeten den Geist des angestrebten Bündnisses. Die Vorsitzende der CSU in Kaufbeuren, Julia von Stillfried, appellierte dabei an die Gemeinsamkeiten und positionierte sich deutlich gegen Spaltung und Extremismus. Die gemeinsame Nominierung eines Kandidaten sei ein wichtiges Zeichen der Stabilität für Kaufbeuren. Peter Kempf, Vorsitzender der FREIE WÄHLER-Stadtratsfraktion, unterstrich dies: „Die Schnittmengen zwischen Freien Wählern und CSU waren bereits in den letzten Jahren sichtbar, man arbeitet bereits lange im Kaufbeurer Stadtrat zusammen, auch wenn nicht jeder Antrag auf Zustimmung gestoßen ist. Auf dieser Grundlage wollen wir künftig eng und vertrauensvoll mit unserem Partner zum Wohle der Stadt Kaufbeuren zusammenarbeiten.“ Jons Menzel, zweiter Vorsitzender der FREIEN WÄHLER Kaufbeuren, unterstrich ebenfalls die besondere Signalwirkung eines gemeinsamen Kandidaten. Man vereine mit zwei starken Stadtratslisten und einem erfahrenen OB-Kandidaten Stabilität und Kreativität.

Der Landtagsabgeordnete und Vorsitzende der FREIEN WÄHLER Kaufbeuren, Bernhard Pohl, blickte in seiner Rede zurück: „Nach seiner ersten Wahl 2004 bin ich auf Stefan Bosse zugegangen und habe ihm eine konstruktive Mitarbeit der Freien Wähler angeboten. Das hat auf politischer Ebene unterschiedlich gut geklappt. Persönlich haben wir uns aber mindestens wertgeschätzt und wussten, wir konnten uns immer aufeinander verlassen. Vor der letzten Kommunalwahl hatte ich den Eindruck, Stefan Bosse habe nicht mehr den notwendigen Elan, die Stadt erfolgreich zu führen. Der OB hat mich eines Besseren belehrt. Beginnend mit einem exzellenten Krisenmanagement bei Corona spüre ich: Stefan Bosse brennt wie am ersten Tag für seine Heimatstadt und verfügt jetzt zusätzlich über langjährige Erfahrung. Momentan spüren wir in Kaufbeuren ganz besonders schwierige Herausforderungen, insbesondere beim Haushalt. Da müssen die stärksten Kräfte zusammenwirken, und das sind nun einmal Freie Wähler und CSU. Stefan Bosse im Rathaus und ich im Bayerischen Landtag und meiner Scharnierfunktion im Stadtrat können Kaufbeuren voranbringen.“

Bei seiner Vorstellung beleuchtete Oberbürgermeister Stefan Bosse die Herausforderungen der vergangenen Jahre auf.  Natürlich habe es mit den Freien Wählern und auch mit Bernhard Pohl zeitweise Rivalitäten gegeben. Durch die Koalition von CSU und Freien Wählern im Bayerischen Landtag und der Staatsregierung sei eine Zusammenarbeit auch intern besser vermittelbar gewesen. Mit Bernhard Pohl habe er einen Kämpfer in München, der gut vernetzt ist. Er habe auch aus Kreisen der Staatsregierung schon zustimmende Worte zu der geplanten Zusammenarbeit in Kaufbeuren erhalten.

Stefan Bosse schwor die anwesenden Mitglieder der FREIEN WÄHLER zugleich auf die kommenden Herausforderungen ein. Die Kommunalfinanzen seien in der größten Krise seit dem zweiten Weltkrieg. Diese mache auch vor Kaufbeuren keinen Halt. Man müsse sich also auf die Gemeinsamkeiten konzentrieren und dann kreative Lösungen für die vorhandenen Probleme finden. Mit Zuversicht blicke er in die nächsten sechs Jahre, die zwar auch geprägt würden von schwierigen Entscheidungen, aber auch den Nährboden für Innovation und Transformation liefern könnten.

Die Abstimmungen des Abends lieferten dann ein klares Signal und erfreuliche Ergebnisse: Sowohl der Beschluss für einen gemeinsamen Oberbürgermeisterkandidaten als auch die Wahl des Kandidaten Stefan Bosse waren einstimmig. 42:0 bei der CSU und 30:0 bei den Freien Wählern, Traumergebnisse für den Amtsinhaber!

Damit steht nun fest: Stefan Bosse ist der gemeinsame OB-Kandidat von CSU und FREIEN WÄHLERN.

In seiner kurzen Dankesrede machte der amtierende Oberbürgermeister klar: „Jetzt geht’s los! Beide müssen jetzt anpacken und zeigen, dass diese Zusammenarbeit das Beste für Kaufbeuren ist“.

FREIE WÄHLER und CSU in Kaufbeuren haben ein neues Kapitel aufgeschlagen: Wir bündeln unsere Kräfte in herausfordernden Zeiten und ziehen gemeinsam an einem Strang. Das bedeutet:

  • Stefan Bosse zieht als gemeinsamer OB-Kandidat von FREIEN WÄHLERN und CSU in den Wahlkampf,

  • FREIE WÄHLER und CSU streben für die künftige Stadtratsperiode eine Gestaltungsmehrheit an und wollen in einer Kooperation unsere Stadt voranbringen.

Dieser Schritt mag für manche überraschend kommen. Natürlich hätten wir auch die Möglichkeit gehabt, auf einen eigenen OB-Kandidaten zu setzen und eine Alternative zu Amtsinhaber Stefan Bosse aufzuzeigen. 

In diesen schwierigen Zeiten halten wir es aber für den richtigen Weg, unsere Kräfte zu bündeln: Mit Stefan Bosse, einem erfahrenen und auch krisenerprobten Oberbürgermeister und mir als Landespolitiker mit einer Führungsposition im Bayerischen Landtag sehen wir Kaufbeuren auf einem richtigen Weg. Deshalb wollen wir konsequent für eine weitere Amtszeit von Stefan Bosse an der Stadtspitze und eine Gestaltungsmehrheit von FREIEN WÄHLERN und CSU im künftigen Stadtratsgremium werben. 

Selbstverständlich treten FREIE WÄHLER und CSU aber mit getrennten Listen bei der Stadtratswahl an, wir kämpfen auch jeder für sich um den bestmöglichen Erfolg. Es bleibt auch dabei: FREIE WÄHLER und CSU haben zwar große Schnittmengen, sind aber nicht identisch und unterscheiden sich natürlich auch in einigen Punkten. Wir werden deshalb im Wahlkampf sowohl die Gemeinsamkeiten als auch die Unterschiede herausarbeiten und mit einem bestmöglichen Angebot an Kandidaten um ein herausragendes Wahlergebnis kämpfen.

Ich freue mich sehr, dass die Gespräche, die ich gemeinsam mit meinem Stadtratskollegen Peter Kempf und zuletzt auch Jons Menzel mit Stefan Bosse, Julia von Stillfried und Christian Sobl geführt habe, zielgerichtet und vertrauensvoll abgelaufen sind. Wir haben eine fachlich und menschlich gute Basis zur Zusammenarbeit. 

Ich will an dieser Stelle nicht verschweigen, dass es zwischen beiden Gruppierungen und auch zwischen handelnden Personen schon einmal Differenzen gab. Wir haben aber beide in den letzten Jahren gemerkt, dass wir uns deutlich angenähert haben und in vielen Punkten auch gemeinsame Erfolge feiern konnten. Ob Bundeswehr oder Stabilisierungshilfen des Freistaats – unsere gemeinsamen Bemühungen haben Früchte getragen! Das wollen wir in Zukunft verstärken.

Ich bitte euch um Verständnis dafür, dass wir den Prozess der letzten Monate nicht offen und transparent in die Mitgliedschaft hinein kommunizieren konnten. Die Gefahr wäre auf beiden Seiten zu groß gewesen, dass irgendetwas zur Unzeit nach außen dringt. Deshalb haben wir Fraktion und Vorstandschaft befragt und überwältigende Mehrheiten für diesen Weg bekommen. Auf dem gestern angesetzten „Sonderstammtisch“ in der Hellas Taverna habe ich die Erschienenen informiert. Die CSU hat dies heute Vormittag getan. Für all diejenigen, die gestern verhindert waren, möchte ich dies nun auch euch gegenüber nachholen und hoffe, dass auch ihr von unserem eingeschlagenen Weg überzeugt seid. 

Wir sind sicher: Diese Zusammenarbeit ist gut für unsere Stadt und für die FREIEN WÄHLER! Lasst uns gemeinsam engagiert für unsere Ziele und für ein tolles Ergebnis am 8. März 2026 kämpfen – für unsere Stadtratskandidaten genauso wie für unseren OB-Kandidaten Stefan Bosse!

 

Herzliche Grüße

Bernhard Pohl 

Freien Wähler freuen sich über einen gelungenen Ascherdonnerstag

 

Während der alljährlich Ascherdonnerstag der FREIEN WÄHLER Kaufbeuren 2024 noch unter dem Motto „Deutliche Worte, Starkbier und etwas deftiger Humor!“ stattfand, deutete das diesjährige Thema „Zeitenwende! Standortbestimmung in turbulenten Tagen“ auf eine für die Eröffnung der Fastenzeit deutlich ernstere Ausrichtung hin. Dies sollte sich auch im Laufe des Abends bewahrheiten. In dem mit ca. 90 Besuchern komplett gefüllten Saal des Landgasthofs zum goldenen Schwanen schlugen Fabian Mehring, Bayerischer Staatsminister für Digitales, Richard Drexl, Präsident des Bayerischen Soldatenbundes, Susen Knabner, Vorsitzende der FREIEN WÄHLER im Ostallgäu und Bernhard Pohl, Erster Stellvertretender Vorsitzender der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion deutlich ernstere Töne an, als man es von Aschermittwochsveranstaltungen sonst gewohnt ist. Ein Novum gab es dabei bereits ganz zu Beginn: Erstmalig begrüßte der Kaufbeurer Oberbürgermeister Stefan Bosse mit einem Grußwort die zahlreichen Gäste. Dieser appellierte an den Zusammenhalt und die Gemeinschaft, um Antworten auf die volatile internationale, aber auch lokale Politik zu finden.

 

Als erster Redner ergriff Richard Drexl, Oberst a.D. und Präsident des Bayerischen Soldatenbundes, das Wort zu einem Impulsvortrag. Donald Trump und die Wehrfähigkeit der Bundesrepublik standen dabei im Mittelpunkt der Ausführungen. „Donald Trump macht Machtpolitik, wie es unverhohlener kaum ein US-Präsident vorher getan hat!“ Klare Worte gab es auch zur Abschaffung der Wehrpflicht, die so gründlich umgesetzt worden sei, dass eine Rückkehr zu einer deutschen Wehrfähigkeit nur mit immensem Aufwand überhaupt möglich wäre.

 

Susen Knabner, Vorsitzende der Wirtschaftsjunioren in Kaufbeuren, beleuchtete die aktuelle politische und gesellschaftliche Situation aus einer wirtschaftlichen Sichtweise. Sie appellierte an die gemeinsame gesellschaftliche Verantwortung, um den Wirtschaftsstandort Deutschland wieder auf Vordermann zu bringen. „Ehrgeiz und etwas erreichen wollen sind durchweg positiver Eigenschaften!“ Es gehe dabei nicht um politische Ideologie, sondern darum, gemeinsam anzupacken und Lösungen zu finden. Fleiß müsse sich lohnen und „wir müssen aus unserer Wohlfühlwolke wieder rauskommen, jetzt zählen wieder die Hard-Skills. Arbeitgeber müssen sich wieder darauf verlassen können, dass ihre Angestellten arbeiten und nicht nur beschäftigt sind.“ 

 

In der folgenden Rede des Bayerischen Staatsministers für Digitales dominierte wenig überraschend die Digitalisierung. „Alles ist digital, nur der Staat und die Verwaltung nicht. Das macht etwas mit den Menschen! Digitalisierung ist ein Weg, das Vertrauen in den Staat zurückzugewinnen!“ Mit diesen Worten unterstrich der Digitalminister sein Mantra des Abends „KI statt Bürokratie“. Klare Worte fand er auch für die Zukunft der Bundesrepublik Deutschland. „Wir müssen raus aus der deutschen Seitenlinienposition in der Weltpolitik. Unser Wohlstand darf nicht von Donald Trump und Vladimir Putin abhängen!“ Ziel sei es dabei, sich den Wohlstand auf den neuen Märkten zu erarbeiten und durch Innovation zu verhindern, dass Deutschland im Rennen um diese Märkte abgehängt wird. Einen Seitenhieb auf den Auftritt des Ministerpräsidenten Markus Söder in Passau erlaubte sich der Digitalminister dann auch noch: „Ja, natürlich hätte die CSU bei der Bundestagswahl mehr Stimmen bekommen, wenn die FREIEN WÄHLER nicht angetreten wären, aber der 1. FC Nürnberg von Markus Söder wäre auch Deutscher Meister geworden, wenn 25 andere Mannschaften nicht angetreten wären!“ Sein emotionales Plädoyer schloss Fabian Mehring mit einem an die Gäste gerichteten Appell, der gleichzeitig auch für ganz Deutschland gelten könnte: „Weg mit der German Angst, her mit Allgäuer Mut!“

 

Den Schlusspunkt setze Bernhard Pohl, der Einblicke der Münchner Sicherheitskonferenz Mitte Februar mitbrachte. Gerade in Bezug auf den russischen Angriffskrieg in der Ukraine zeichnete der Landtagsabgeordnete mitunter ein düsteres Bild. „In einer Welt, in der Verträge nicht mehr gelten, gilt das Recht des Stärkeren. Wir müssen jetzt umgehend unsere Streitkräfte und unsere Verteidigung auf Vordermann bringen!“, statuierte der verteidigungspolitische Sprecher der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion. Das aktuell diskutierte Sondervermögen für Bundeswehr, Infrastruktur und Bildung kommentierte Pohl folgendermaßen: „Wir werden für eine Aufrüstung mehr Geld brauchen. Wir müssen auch für unsere Verteidigung Schulden machen dürfen, aber für die Deutsche Bahn müssen die Mittel des regulären Haushalts ausreichen!“ Klare Worte fand der Erste Stellvertretende Vorsitzende der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion auch für die AfD und das Bündnis Sahra Wagenknecht: „Vladimir Putin verursacht Millionen von Flüchtlingen in der Ukraine, ein Freund von Putin verursacht hunderttausende Flüchtlinge in Syrien und die AfD applaudiert ihrem Freund in Russland. Fakt ist, dass Russland über die AfD und ihre Schwesterpartei BSW Politik in Deutschland macht.“

 

Nach diesen deutlichen Schlussworten fiel der alljährliche Anstich des Bockbierfasses zwar feierlich aber für den Ascherdonnerstag fast nachdenklich aus. Der Altbürgermeister Alexander Müller zapfte mit drei gekonnten Schlägen das Fass Bockbier der Aktienbrauerei an und leitete damit über in den geselligen Teil eines unkonventionellen, aber unbestreitbar denkwürdigen Ascherdonnerstags. 

 

Die Freien Wähler Kaufbeuren bedanken sich für das rege Interesse aller Gäste und für die gewohnt einwandfreie Versorgung durch das Team des Landgasthofs zum goldenen Schwanen in Frankenried. Ein besonderer Dank gilt der Blasmusik Mauerstetten, die auch in diesem Jahr wieder für ein klangvolles Rahmenprogramm für den Ascherdonnerstag sorgten.

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