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Der Saal im Goldenen Schwanen in Frankenried war ordentlich gefüllt: Die Freien Wähler, jetzt Koalitionsparter der Bayerischen Landesregierung, hatten zu ihrem 3. Politischen „Ascherdonnerstag“ geladen – bewußt am Donnerstag, um sich von allen anderen Parteien abzuheben, die diesen traditionellen politischen Rück- und Ausblick auf den Aschermittwoch gelegt haben. Bei schwungvoller Musik von der Blasmusik Mauerstetten und mit Speis und Trank wohl versorgt folgten die Gäste aufmerksam und in bester Stimmung den Ausführungen der vier Ascherdonnerstagsredner, die von Ingrid Zasche, der 3. Vorsitzenden der Freien Wähler Kaufbeuren, launig moderiert wurden.
Der 1. Bürgermeister von Mauerstetten, Armin Holderried, einer der vielen, in Bayern starken Freie-Wähler-Kommunalpolitiker, berichtete von den Errungenschaften seiner Gemeinde in letzter Zeit, aber auch von Problemen, bei deren Bewältigung die Landesregierung gefordert sei.
Susen Knabner, Mitglied im Landesvorstand der Freien Wähler Bayern, stellvertretende Bezirksvorsitzende der Freien Wähler Schwaben sowie Kreisvorsitzende der Freien Wähler Ostallgäu, reflektierte über die Bedeutung von „Mut“ und rief mit tief empfundenen Worten auf, sich zu seinen Überzeugungen zu bekennen und sich freimütig gegen erkannte Mißstände zu stellen.
Johanna Hofbauer vertritt nicht nur mit außerordentlichem Engagement seit den letzten Wahlen die Freien Wähler in Schwabens Bezirkstag, sie ist darüber hinaus außerdem eine aus ihren Büchern, aus Lesungen und dem Fernsehen bekannte und beliebte Mundart-Autorin und -Kabarettistin. Sie brachte gnadenlos und zwerchfellerschütternd in schönstem Allgäuerisch gereimt die Landtagswahl 2018 auf den Punkt und kam dann der begeisterten Forderung nach einer Zugabe mit zwei Alltags-Schmankerln nach.
Zum Abschluß hielt der Landtagsabgeordnete, Stadtrat und 1. Vorsitzende der Freien Wähler Kaufbeuren, Bernhard Pohl eine kurze Rückschau auf die ersten Monate der Freien Wähler als Koalitionspartner in der Bayerischen Landesregierung. Danach ging er auf die ihm von den Vorrednern gelieferten Stichworte ein und skizzierte, wie er als haushaltspolitischer Sprecher, als Leiter eines von drei Fraktionsarbeitskreisen und darüber hinaus als Sprecher der FW-Fraktion für Fragen der Bundeswehr und für Heimatvertriebene sich weiterhin - wie bisher auch - für die Belange unserer Region einsetzen will.
Lang anhaltender Applaus dankte den Freien Wählern für einen gelungenen Abend.
Text/Bild: Ingrid Zasche